Di 08.09. 14:15

Rezension Körners Corner

Im Spiegel meiner Mutter

Deutschland 2026 95 min

Regie: Jutta Brückner

Darsteller: Corinna Harfouch, Carla Juri, Hildegard Schmahl

FSK: 12

Die Archäologin und Universitätsprofessorin Ursula Scheuner macht bei Ausgrabungen im Moor einen sensationellen Leichenfund, der ihr finanziell angeschlagenes Institut retten könnte. Gleichzeitig muss sie den kürzlichen Tod ihrer Mutter verarbeiten. Beim Aufräumen des Elternhauses beginnen für Ursula die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu verschwimmen. Gefangen in einem Labyrinth aus Verlust und Trauer muss Ursula einen Weg hinausfinden. 

Rezension: Körners Corner

Doch als ihre neue Assistentin Mel andeutet, sehr viel mehr über Ursulas Lebensgeschichte zu wissen, droht ein lange verborgenes Familiengeheimnis an die Oberfläche zu gelangen.

Für die Regisseurin Jutta Brückner wird Geschichte nur als Biographie erfahrbar, ein roter Faden, der sich durch ihr Filmschaffen zieht. Ihr neues Werk ist nach TUE RECHT UND SCHEUE NIEMAND – DAS LEBEN DER GERDA SIEPENBRINK (1975) und HUNGERJAHRE (1980) der letzte Teil ihrer Trilogie über die  Komplexität von Mutter-Tochter-Beziehungen. Radikal zeichnet sie ein gesellschaftliches Panorama, in dem Frauen aus drei Generationen sich mit ihren Wünschen und ihrer Wirklichkeit auseinandersetzen, mit Vergangenheit und Gegenwart und wirft Fragen auf nach Nähe und Distanz, Liebe und Ablehnung, Abhängigkeit und Freiheit.