Die 18jährige Marina, nach dem frühen Aids-Tod ihrer Eltern bei der Familie ihrer Mutter in Katalonien aufgewachsen, reist nach Vigo an die spanische Atlantikküste, um zum ersten Mal die Familie ihres Vaters zu treffen. Sie taucht ein in eine verwirrende Welt voller neuer Tanten, Onkeln, Cousins und Geschichten, die auf seltsame Weise von dem abweichen, was sie zu wissen glaubte. Ihre Ankunft rührt lange verschüttete Emotionen auf, verdrängte Gefühle, Scham, Schmerz und Zärtlichkeit.
Für Marina beginnt, begleitet vom Tagebuch ihrer Mutter, eine aufwühlende Reise in das Leben ihrer Eltern und ihre eigenen Träume.
"Romería“ bezeichnet in Spanien eine Prozession zum Gedenken an die Toten, aber auch ein Volksfest. Auch Carla Simóns bewegender Film ist beides: Eine Pilgerreise auf der Suche nach den eigenen Eltern und die Feier einer Generation, die in den 1980er Jahren den gesellschaftlichen Aufbruch nach Ende der Franco-Diktatur wagte – ein Moment der Freiheit, der sich auch in wilden Feiern und Drogen ausdrückte und oft im Schmerz endete: Heroin, Überdosen, AIDS, der frühe Tod vieler junger Menschen.
Start: 02.04.2026