17. April 2024
Wortwörtlich genommen, heißt „matinée“ im Französischen ja „vormittags“ oder „in der Frühe“. Auf den Kulturbetrieb gemünzt, geht eine Matinée aber auch am zeitigen Nachmittag durch und sehr gern am Wochenende und noch lieber an einem Sonntag. Das nehmen wir für den 5. Mai und die 101. Körners Corner gleich als Maxime und debütieren in diesem Genre. Es hat Gründe.
Obwohl Matthias Glasners neuer Film STERBEN sehr wohl auch schwarzkomödiantische Züge trägt (bis hin zu auf die Spitze getriebenem Sarkasmus), ist natürlich drin, was drauf steht. Und da wäre noch die Lauflänge von drei Stunden. Trotzdem haben wir den Regisseur sehr gern eingeladen, um gemeinsam mit ihm über sein neues Werk zu sprechen. Wir erinnern uns noch gut an Glasners Besuch 2012, damals mit dem Schauspieler Jürgen Vogel, zu GNADE. Allerdings war diese Corner an einem Dienstag und das Ende der Fahnenstange erst nach Mitternacht erreicht. Der Morgen danach wird selbst die eisernen Cineasten noch längere Zeit beschäftigt haben …
Diesmal entzerren wir das Prozedere. 14 Uhr gibt es die Gelegenheit, sich STERBEN anzusehen, nach einer halbstündigen Pause starten wir dann das Gespräch. Da der offizielle Bundesstart des Films aber schon am 25. April ist, werden einige bereits vorher die Chance nutzen, an einem Tag ihrer persönlichen Wahl ins Kino zu gehen. Sie dürfen dann aber gern wiederkommen – für die Körners Corner um 17.30 Uhr haben Sie freien Eintritt , wenn Sie sich bitte zuvor per Mail im PK Ost anmelden.
Und STERBEN ist eh speziell, letztlich auch wie unser Corner-Termin. Schon am 1. Mai kommt ja Robert Gwisdek mit seinem Spielfilmdebüt zur (längst ausverkauften) 100. Ausgabe zu uns, der als Komponist Bernard eine der wichtigen Rollen bei Matthias Glasner spielt. Am 3. Mai findet zudem in Berlin die diesjährige Verleihung des Deutschen Filmpreises statt. STERBEN ist sage und schreibe neunmal nominiert – unter anderem ist es Robert Gwisdek für die Beste männliche Nebenrolle. Was für eine Fügung! Welch eine Konstellation!