Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Perspektive Inklusion!“ der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich und der Koordinierungsstelle Chancengleichheit Sachsen.
Im Anschluss Filmgespräch mit Anna Drum, Mitarbeiterin der TU Dresden im Bereich Diversity
Die Audiodeskription (AD) wird mit der App GRETA abgespielt. Bringen Sie Ihr eigenes Smartphone und ihre Kopfhörer mit und installieren sie vorher die App sowie die Audiodatei zum Film. Wir unterstützen Sie gern am Einlass und halten Ersatzkopfhörer bereit. Die Audiodatei zum Film steht mindestens 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn als Download zur Verfügung. Infos und Downloadlinks zur App GRETA
Das Filmgespräch erfolgt mit Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache (DGS).
englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Tod Brownings Kultklassiker FREAKS kann vielleicht als das berühmteste und umstrittenste Beispiel für die Darstellung behinderter Körper in der Geschichte des Kinos gelten. Für die einen gilt der Film als Ideal, wenn es um die Darstellung und Einbeziehung ungewöhnlicher Körper geht, für andere hat dieser Film genau zum Gegenteil geführt:
Tod Brownings FREAKS ist mehr als nur ein Film. Ein Jahr zuvor hatte der erfolgreiche Hollywood-Regisseur mit der Verfilmung von DRACULA (1931) einen Blockbuster geschaffen. Ein Erfolg, an den die Filmproduktionsgesellschaft MGM mit Freaks anknüpfen wollte, zudem sich das Motiv des Schreckens mehr und mehr zum Publikumsgaranten etablierte.
Doch wie die Rezeptionsgeschichte zeigt, berührt FREAKS einen empfindlichen Punkt: Die Darstellung von Körpern mit unterschiedlichen Bedingungen bzw. die Repräsentation von vermeintlichen Monstern für einen Horrorfilm durch Schauspieler, die „echte“ körperliche oder mentale Einschränkungen oder Besonderheiten aufweisen, ist überaus ungewöhnlich und wird zudem noch durch die Anzahl solcher Schauspieler verstärkt. Dem Film wird aufgrund seiner ungewöhnlichen Darsteller eine Realitätsnähe bescheinigt, die dem Publikum so nah und grausam erscheint, dass der Film stark zensiert, gekürzt oder gar gänzlich verboten wurde. Bis heute wird in vielen Foren und in der Forschung darüber spekuliert, was nicht mehr zu sehen ist und wie jene angeblich ein Drittel längere Originalfassung ausgesehen hat.
Start: 21.03.2022