Die Großen Filme Des Lebens

Melancholia

Frankreich, Dänemark, Schweden, Deutschland 2011 130 min

Regie: Lars von Trier

Darsteller: Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Alexander Skarsgård

FSK: 12

Justine und Michael feiern ihre Hochzeit. Doch das Glück wird von einem außer Kontrolle geratenen Planeten überschattet, der auf die Erde zu stürzen droht. Darüber hinaus wird das sowieso bereits angespannte Verhältnis zwischen Justine und ihrer Schwester Claire an diesem Tag auf eine schwere Probe gestellt.
„Leben gibt es nur auf der Erde – und nicht für lange Zeit“. Vielleicht ist diese im Film formulierte Einsicht, die tatsächlich Grund zur Melancholie geben kann, die tiefere Motivation für diesen Film.

 Wo andere die Heiligkeit des Lebens feiern, entfaltet von Lars von Trier Trier einen apokalyptischen Abgesang und stellt existentielle Fragen nach dem Leben im Angesicht des Endes, ohne dass es eine Hoffnung auf Transzendenz geben würde. Je näher dieses Ende rückt, umso zärtlicher erscheint nun auch der Blick des Regisseurs auf seine Figuren. MELANCHOLIA ist damit in aller Größe auch etwas ganz Einfaches: Ein Film über den Tod, der ja für jeden Einzelnen eine Art individuellen Weltuntergang bedeutet, und über die Liebe, nicht „zum Leben“, aber zu den einzelnen Menschen.