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La La Land

Regie: Damien Chazelle | Darsteller: Emma Stone, Ryan Gosling, Finn Wittrock u.a.
Musical/Komödie | USA | 2016 | FSK: 0 | 128 min

LA LA LAND gewinnt 6 Oscars®.
Emma Stone erhält einen OSCAR® als als beste Hauptdarstellerin.
Damien Chazelle wurde für die beste Regie ausgezeichnet.

Der umjubelte Eröffnungsfilm der Filmfestspiele von Venedig 2016. Im zweiten Film von Regie-Wunderkind Damien Chazelle wird gesungen und getanzt und werden ganz große Gefühle auf die Leinwand gezaubert. Er erzählt von zwei Künstlern, die versuchen, sich in der Glamourwelt Hollywoods zu behaupten. Mit Emma Stone und Ryan Gosling hat Damien Chazelle ein Traumpaar gefunden.

Ein Musicalfilm eröffnet eines der wichtigsten Filmfestivals der Welt? Ja, und was für einer!

Der Film beginnt mit einem Stau in Los Angeles. Menschen am Steuer hängen ihren Träumen nach, springen dann aus ihren Autos und finden zu einer grandiosen, hoffnungsvollen Musicalnummer zusammen.
Der Film spielt in der Gegenwart, aber sein Herz schlägt für die Vergangenheit, und mit dem Verstand hat er die Zukunft fest im Blick. Er ist eine Hommage an die französischen Musicals von Jacques Demy, wo etwa Catherine Deneuve - "Die Regenschirme von Cherbourg"! - in Gesang ausbrach, in der ganzen Atmosphäre, den Farben; und er feiert den Jazz als nahen Verwandten des Kinos: ständig bedroht und doch bereit, sich immer wieder neu zu erfinden. Wenn alles richtig gut werden soll, dann fordert das seinen Preis. Emma Stone und Ryan Gosling spielen ein junges Paar in Lalaland, der weltfremden Traumfabrik - sie will Schauspielerin werden, er ist Jazzpianist.
"La La Land" wirkt spontan und ist doch harte Arbeit, aus alten Versatzstücken entsteht immer wieder etwas Neues. Allein, wie Regissuer Chazelle mit Zitaten umgeht, mit " . . . denn sie wissen nicht, was sie tun" etwa, oder "Casablanca" - genau dann, wenn man einen Bogart-Satz erwartet, fällt er eben nicht.
"La La Land" ist virtuos, John Legend, der auch richtig mitspielt, hat auf der musikalischen Seite daran sicher seinen Anteil. Man kann, sagt er da, den Jazz, die sterbende Kunst, nur retten, wenn man sie verändert.

Eigentlich erzählt Chazelle eine traurige Liebesgeschichte, von zwei Menschen, die sich ihrer Kunst opfern, selbst dann, wenn niemand sie hören oder sehen will - das ist bitter, und doch fühlt es sich richtig an. Ryan Gosling und Emma Stone sind großartig, mitreißend, herzerweichend. Wenn sie in ihren erfolgslosen Vorsprechen loslegt, möchte man mitheulen, nur die Agenten sehen nicht hin. Die beiden sind vielleicht nicht die besten Sänger und Tänzer, aber in Kombination mit ihrem Spiel sind sie Weltklasse.

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